Poems Without Frontiers

Poems in Translation

David William Paley






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Images
David Paley

I saw you in my dreams and held you as before
But as a vision ingrained upon my mind
Far away in another world sealed from normal view
In a distant, timeless land where age no longer thrives
As real and as vivid as in our former days;
But then awoke to blazing sun
And found in my empty room that you had already gone.

I saw you as a wreath of smoke above the chimney fire
Curling slowly upward dancing in the warmth
But, when I came to hold you, you twisted out of shape
Till I stood away and you resumed your former self.
You smiled at me and signalled I must not touch
And stayed with me until the dawn when the fire died away
Then waited patient as a wraith unseen about the room.

I saw you frozen in the lake floating well beyond my grasp
Smiling as I remembered in those former years
But now with eyes of glass that look through piercing cold
And drifting through the depths trapped in bygone time.
With your hand too far away for me to warm,
I reached below the surface but still I could not touch you:
When I broke the ice, your figure splintered into crystals.

I saw you in the shards held as a captive of the light
An image trapped in time never to emerge
That lacked the power to draw me within your inner sphere.
Shall I ever reach that land and join your sheltered life?
If you could only speak, you would surely tell me
Whether you see me, too, and how we could meet once more
When you have shown the entrance to the confines of your world.

I saw you in a waterfall sparkling jewels of light.
Your delighted face upturned to greet the sun
And streaming with enchantment aware of my approach.
As I reached out to hold you in your glistening robes,
Water splashed my hand and your likeness disappeared
Until I stood aside and saw you dancing once again
So near to me but far removed from any earthly grasp.

I saw you in your gilded mirror as you were before.
There you were again but too long lost to time
With your portrait inaccessible behind the glass
Unable to step outside or turn the mirror round.
Still just as vivid as in those days of old,
There, in the depths, moving and sitting like your former self,
Close at hand within my sight, yet so many years apart.

I see you in a window, stained glass gleaming in the light,
That will hold you fixed forever through the years
Projected by magic lanterns through transparent walls
Like the view of freedom from behind the prison bars.
My saint has now ascended into heaven,
Despite her dedication on the altar of my heart,
And, in my hall of mirrors, tears my shattered world apart.




Bildnisse
David Paley

Ich sah dich in meinen Träumen und hielte dich wie früher
Aber als eine Vision fest auf meinem Verstand
Weit weg in einer anderen Welt, eingeschlossen vom normalen Anblick
In einem fernen, zeitlosen Land, wo Alter nicht mehr gedeiht
So wirklich und so lebendig wie in den früheren Tagen
Aber dann zur brennenden Sonne habe ich erwachen,
Und fand in meinem leeren Zimmer, dass Du schon gegangen warst.

Ich sah dich als ein Kringel über dem Kamin
Der sich langsam aufwärts ringelte und in der Wärme tanzte
Aber als ich dich zu halten kam, hattest Du die Gestalt verloren,
Bis ich weg stand und Du dein früheres Selbst wiederaufgenommen hast.
Du lächeltest mich an, und zeichnetest, nicht zu berühren
Und blieb mit mir bis zur Morgendämmerung, wann das Feuer herunterbrannte,
Dann wartete ungesehen um das Zimmer geduldig wie ein Geist.

Ich sah dich gefroren unterm See, als Du weit über meinen Griff hinaus geflossen hast
Und lächeltest, wie ich mich in früheren Jahren erinnerte
Aber jetzt mit Augen aus Glas, als Du durch die stechende Kälte blicken hast,
Und durch die Tiefen trieb, fest in der alten Zeit gegriffen.
Obwohl deine Hände zu weit weg für mich zu wärmen waren,
Reichte ich unter die Oberfläche aber konnte dich immer noch nicht berühren:
Denn wann ich das Eis gebrochen habe, splitterte deine Gestalt in Kristall.

Ich sah dich in den Scherben, als Gefangener des Lichts
Ein Bildnis eingeschlossen in der Zeit niemals herauszukommen,
Ohne die Macht, um mich innerhalb deiner inneren Sphäre einzuziehen.
Werde ich jenes Land erreichen, um dein behütetes Leben anzuschließen?
Wenn Du nur sprechen könntest, wurdest Du mir sicherlich erzählen,
Ob Du mich auch siehst und wie wir uns nochmal treffen könnten,
Wenn Du mich den Eingang zur Engen deiner Welt zeigen hast,

Ich sah dich in einem Wasserfall, worauf Juwelen Licht gefunkelt hat,
Dein erfreutes Gesicht nach oben gewandt, um die Sonne zu begrüßen
Bewusst von meiner Annäherung, mit Bezauberung geströmt.
Doch wann ich versuchte, dich in deinen glitzernden Gewänden zu halten,
Ist dein Bildnis verschwunden, als das Wasser auf meine Hand gespritzt hat,
Bis ich zur Seite stand und dich noch einmal tanzen sah
So eng bei mir aber so fern von jeglichem irdischen Griff.

Ich sah dich in deinem vergoldeten Spiegel wie Du früher warst.
Dort warst Du wieder aber zu lang zu der Zeit verloren
Mit deinem Bildnis unzugänglich hinter dem Glas
Unfähig auszutreten oder den Spiegel umzudrehen.
Dort in den Tiefen, noch so lebendig wie in jenen alten Tagen,
Bewegst und sitzt Du wie dein früheres Selbst
In meiner Nähe innerhalb meinem Blick aber so viele Jahre getrennt.

Ich siehe dich in einem Fenster, Bunt Glas glänzt im Licht
Das dich fest durch die ewigen Jahre halten wird,
Vermittelt von Laterna Magica durch durchsichtige Mauern
Wie der Blick der Freiheit von hintern Gefängnisgittern.
Meine Heilige ist jetzt in den Himmel aufgefahren
Trotz ihrer Widmung auf dem Altar meines Herzen
Und in meiner Spiegelhalle reißt meine zersplitterte Welt entzwei.

Übersetzung: © David Paley